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Business Etikette – Wie MANN sich richtig kleidet

Das richtige Outfit für jede Situation

 

Das rutschige Parkett der Business-Welt

Wer sich hier sicher bewegen kann, stärkt nicht nur sein Selbstbewusstsein, er hat es mit Sicherheit auch leichter, die Karriereleiter nach oben zu klettern. Das tägliche Miteinander ist einfacher, hält man sich an kleine Spielregeln und Umgangsformen. Dies gilt im Privatleben genauso wie im Berufsalltag. Wer Umgangsformen nicht beherrscht oder sich unangemessen kleidet, hat schlechte Karten.
"Es gibt keine zweite Chance für einen ersten guten Eindruck." Aber warum beschäftigen sich die Wenigsten mit ihrem ersten Eindruck? Tatsache ist, dass sich andere Menschen innerhalb von 3 Sekunden ein erstes Bild von uns verschaffen und dieser kann an entscheidenden Stellen des Lebens Chancen geben oder nehmen. Einer Studie zufolge, wird der erste Eindruck zu 55% aus dem Aussehen, zu 38% aus dem Tonfall und nur zu 7% aus dem Inhalt Ihrer ersten Worte gebildet. Daran sollten Sie bei jeder Begegnung denken!

 

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Auf welche Zeichen wird Ihr Gegenüber achten, wenn Sie ihm das erste Mal unter die Augen treten?

  • Das Erscheinungsbild: Kleidung, Frisur usw.
  • Das Wesen: Mimik und Gestik
  • Die Sprache: deutliche und klare Worte, schnelle oder langsame Aussprache, Dialekt, Sprachmelodie
  • Der Geruch/Duft
  • Die Haut: kalte, warme, trockene oder feuchte Hände

 

Kleider machen Leute oder Business-Etikette will gelernt sein

"Wen das Auge nicht überzeugen kann, überredet auch der Mund nicht."
(Franz Grillparzer)

An ordentlicher Kleidung führt kein Weg vorbei. Nur worin fühlt man sich wohl und welches Outfit verkörpert auch das Image der Firma?
Zunächst kann festgehalten werden: je höher die Position innerhalb einer Hierarchie, umso dunkler werden die getragenen Farben. Übrigens, ähnlich verhält es sich bei feierlichen Anlässen. Je feierlicher das Event, umso dunkler und kälter die Farben. In erster Linie gilt – egal ob tagsüber oder abends: Lieber konservativer als zu leger anziehen, denn klassische Kleidung wird verbunden mit Seriosität, Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz.

 

Business-Mode am Tag

Das klassische Business Outfit für den Herrn besteht aus Anzug und Krawatte. Bei hohen Temperaturen sollten Sie auf die Qualität des Stoffes achten. Ein Anzug aus hochwertiger Schurwolle hilft Ihnen, nicht ins Schwitzen zu geraten. Zudem sollte großer Wert auf eine gute Passform gelegt werden: Sitzt der Anzug körpernah, aber trotzdem großzügig, und lässt die Ärmellänge die Manschetten noch ca. 2 cm sichtbar bleiben, passt der Anzug perfekt. Die Hose sollte etwa 5-10 mm über Beginn des Absatzes enden, schmale Hosen sollten hingegen leicht aufsetzen.

Executive Business Casual

Männer, die zur obersten Hierarchie-Ebene gehören oder auf dem Weg dorthin sind, tragen Hosen und Jacketts von höchster Qualität sowie Pullover aus Materialien wie Seide und Kaschmir. Mit diesem Look zeigen Sie, dass sie zur Führungsetage gehören, dass sie erfolgreich sind und stolz auf ihre berufliche Karriere.

Standard Business Casual

Das ist der "Gold-Standard" für einen Arbeitstag ohne wichtige Meetings. An solchen Tagen trägt man am besten einen schlichten Anzug mit Hemd und Krawatte. Das Jackett können Sie getrost weglassen, denn Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Männern in Business-Hose sowie mit Hemd und Krawatte immer angenommen wird, ihr Jackett hänge im Büro.

Sonderfall: Casual Friday

Der Casual Friday ist zwar eine amerikanische Erfindung, hat aber auch in deutschen Unternehmen Einzug gehalten. Die Einstimmung auf das nahende Wochenende lädt ein zu legerer Kleidung. Aber Achtung: Beim Casual Friday trägt der Herr zwar Jackett, aber ohne Krawatte. Bei der Hose ist auch eine saubere Jeans möglich. Außerdem können Anzüge aus Leinenstoff, die auf Grund ihrer Knittereigenschaften unter der Woche eher verpönt sind, gut getragen werden.

 

Business-Mode am Abend

Smart Casual

Steht Smart Casual auf der Einladung zum Abendessen, genügt es, wenn eine bessere Hose, zum Beispiel eine edlere, gebügelte Jeans getragen wird. Als Oberteil passt ein schönes Shirt oder ein besonderer Pullover. Hier kommt es auf die harmonische Kombination an. Aber: Turnschuhe sind ein No-Go.

Dressy Casual oder Elegant Casual

Dressy oder Elegant Casual verbietet Jeans und Turnschuhe, hier wird ein Kleidungsstil verlangt, der der täglichen Business Mode ähnelt, aber etwas eleganter ist. Hier gilt: Besser zu gut gekleidet als zu leger.

Cravatte Noire/Black Tie oder Cravatte Blanche/White Tie

Enthält eine Einladung einen dieser Kleidungshinweise, erwartet Sie ein eleganter Abend, bei dem viel Wert auf Eleganz und Konventionen gelegt wird. Bei dem Hinweis Cravatte Noir oder Black Tie trägt der Mann den Smoking. Bei Cravatte Blanche oder White Tie greift der Mann zum Frack oder – altmodisch ausgedrückt – zum großen Gesellschaftsanzug.

Habit Noir

Hier handelt es sich zwar auch um einen sehr festlichen Anlass, der Gastgeber überlässt jedoch dem Gast die Wahl zwischen Smoking und Frack.

 

Die Qual der Wahl – vom Business-Anzug zum Stresemann

Doch was genau ist eigentlich ein Smoking oder ein Frack – und was genau heißt "Business Anzug". Die Welt der Anzüge ist zwar lange nicht so bunt wie die Welt der Damenkleider, sie ist aber dennoch ebenso kompliziert, will man den Konventionen folgen.

Der Anzug

Wichtig ist vor allem auf Qualität zu achten – billig, alt oder gar verschlissen sind absolute No-Gos. Weiterhin sollte Wert auf die Farbwahl gelegt werden: Dunkelblau ist immer korrekt, konservativ und vertrauenserweckend, wirkt aber oft etwas unkreativ. Dunkelgrau wirkt zurückhaltend und stilvoll, ist auf jeden Fall weniger autoritär als schwarz und der Kunde öffnet sich leichter. Schwarz ist auch heute noch eher Anlassfarbe. Auch wenn es in einigen Ländern schon zur Business-Farbe geworden ist – in Deutschland gehört schwarz eher dem Abend. Braun ist heute eine eher untypische Anzugfarbe. Sie wird zwar vielerorts getragen, ist dabei aber nicht immer gern gesehen, da sie weniger kompetent wirkt als grau oder blau.
Das Jackett kann entweder ein- oder zweireihig sein. Zu einem Einreiher kann auch eine Weste aus gleichem Material getragen werden, zum Zweireiher passt sie eher nicht. Dieser muss allerdings am Rücken zwei Sitzschlitze haben. Was auf jeden Fall nicht mehr getragen werden darf, ist das großgemusterte Jackett. Es passt vielleicht in die Jagdhütte, aber nicht ins Büro.

Der Frack bzw. Cutaway

Der Frack wird grundsätzlich nur am Abend, nach 18 Uhr, zu sehr festlichen Anlässen getragen. Er ist üblicherweise schwarz, mit weißer Weste und weißer Fliege. Anders verhält es sich nur, wenn der Frack als Berufskleidung (z.B. Kellner) getragen wird. Dann sind Weste und Fliege schwarz. Irrtümer, ob jemand Gast oder Kellner ist, sind also ausgeschlossen.
Das Markenzeichen des Fracks ist die Jacke: am Rücken hat sie die sogenannten "Schwalbenschwänze", vorn ist sie tailliert und sie wird grundsätzlich offen getragen. Zubehör sind schwarze seidene Kniestrümpfe und schwarze Lackschuhe ohne Schnürung. Die Hose darf nicht mit Gürtel getragen werden.
Der Cutaway ist das Gegenstück zum Frack, ist jedoch meist schwarz-grau gestreift und wird tagsüber, bis 18 Uhr, zu großen gesellschaftlichen Anlässen (Hochzeiten, Staatsempfang) getragen.

Der Smoking

Der Smoking ist die weniger festliche, aber immer noch förmliche Variante des Fracks. Entwickelt wurde der Smoking im 19. Jahrhundert von Lord Dupplin als "Rauchjacke". Zogen sich die Männer zum Rauchen zurück, wechselten sie die Jacke und der offizielle Teil des Abends war beendet. Dementsprechend ist der Smoking schwarz, hier sind allerdings auch Fliege und Weste schwarz, und er wird nicht vor 18 Uhr getragen.

FAQ:

Was, wenn nichts vorgegeben ist?

  • Im Business gilt allgemein: der Anzug mit Krawatte ist meist Pflicht. Dabei sollten Sie immer eher zum anthrazitfarbenen oder blauen Anzug greifen als zum schwarzen, es sei denn, es handelt sich um eine Abendveranstaltung.

Geschlossen oder offen?

  • Respektvoll ist, dass Sakko/ Jackett (auch mit Weste) in Stehsituationen immer zu schließen. Steht man also zur Verabschiedung auf, knöpft man das Sakko zumindest mit einem Knopf zu. Dabei bleibt der unterste Knopf stets offen.
  • Ein Hemd, das ohne Krawatte getragen wird, muss am obersten Knopf offen bleiben, hingegen darf dieser nicht geöffnet sein, wenn eine Krawatte getragen wird.

Was tun, wenn die Hose nicht sitzt?

  • Hosenträger dürfen nur getragen werden, wenn ohne sie die Hose mit keinem anderen Mittel an der vorgesehenen Stelle zu halten wäre. Sie dürfen jedoch niemals sichtbar sein.

Accessoires?

  • Zu Smoking und Frack trägt man keine Armbanduhr, sondern, falls vorhanden, eine Taschenuhr. Edle Lederschuhe sind Pflicht bei einer Abendgarderobe.

Der Stresemann

Der Stresemann kann den Cutaway vertreten. Er wird ebenfalls nur vormittags getragen, z.B. zu Hochzeiten, Trauerfeiern u. a. Ebenso wie der Cutaway besteht er aus einer schwarz-grau gestreiften Hose, jedoch trägt Mann ein normales schwarzes oder dunkelgraues Jackett dazu.

Hemden

Das passende Business-Hemd ist auf jeden Fall langärmlig. Weiß, hellblau oder andere helle Varianten sind die Farben, die im Job akzeptiert sind. Wenig aktuell sind dunkle Stoffe wie Bordeaux oder Schwarz. Sehr stilsichere Träger müssen auf Muster, wie gestreift oder kariert nicht verzichten, jedoch muss die Krawatte dazu passen und ein allzu unruhiger Mix vermieden werden. Die Hemdknöpfe sollten dezent gehalten sein, meist sind sie aus Perlmutt.
Aus der Mode zu kommen, drohen die mit Manschettenknöpfen zu tragenden Umschlagmanschetten. Für ein besonders gepflegtes Aussehen und elegantes Auftreten sind sie allerdings auch heute noch immer gern gesehen.
Ein heikles Thema ist die Kragenweite bzw. der Kragen: Button-Down-Kragen sollten auf keinen Falle mit Krawatte getragen werden, Tab-Kragen und Haifischkragen hingegen nicht ohne Krawatte und der sogenannte Kent- oder Standardkragen passt eigentlich immer. Wichtig ist, dass immer ein Fingerbreit Platz im Kragen bleibt, sonst riskieren Sie, dass Ihnen die Luft wegbleibt.

Kalt, Kälter, Winter

Auch im Winter trägt Mann Anzug – jedoch kommt es nicht in Frage für die kalten Monate einen Wollpullover oder einen Pullunder unter dem Anzug zu tragen, dies sieht viel zu leger und damit schnell auch unprofessionell aus. Anzüge aus festerem Stoff oder Pullover aus edlen Materialien sind hier die Wahl. Darüber trägt der elegante Mann einen Mantel oder einen modischen Kurzmantel.

 

Die Gürtel, Krawatte & Co. – Accessoires für den Mann

Krawatte

Die Krawatte ist zwar nur Detail, kann aber dennoch viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Deshalb sollten Sie bei der Krawattenwahl auf Seriosität, Eleganz und den Anlass achten. Schrille Muster wie Teddys, Autos oder der Lieblings-Fußballverein gehören nicht auf eine Krawatte. Dezente Farben und unauffällige Muster wirken kompetent und können selbst den schlichtesten Anzug stilsicher aufwerten. Und vor allem ist die Krawatte das perfekte Stilmittel, um Individualität in ein Business-Outfit zu bringen. Als Material kommt allgemein nur Seide in Betracht, selten auch Wolle und Kaschmir.
Krawattenclips sind eine schöne Ergänzung und können auch einer schlichten Krawatte ein wenig Pepp geben. Zurzeit sind die schmückenden Clips etwas aus der Mode gekommen. Wer es ganz klassisch hält, ignoriert diesen Trend jedoch.
Bei den Krawatten-Formen gab es immer wieder Zeiten, in denen die Krawatte entweder sehr breit oder sehr schmal geschnitten war. Eine Zeit lang waren auch besonders kurze Krawatten in Mode, dies hat sich jedoch geändert. Heute gilt weitestgehend: 9 bis 9,5 cm breit, gemessen kurz über der Spitze der Krawatte. Zudem darf das schmalere Ende nicht länger sein als das breite Ende. Ideal ist es, wenn beide Enden gleich lang sind und bis zur Gürtelschließe reichen. Kürzere Krawatten machen optisch dick. Sind sie länger, werden Sie schnell dazu verleitet, die Krawatte in den Gürtel zu stecken, was nun überhaupt nicht elegant aussieht.
Für den Krawatten-Knoten gibt es keine allgemeingültige Regel. Häufig entscheiden die Form des Hemdkragens sowie die Statur des Trägers den Typ des Knotens. Ein Zwei-Meter-Mann sieht mit einem eher großen Knoten besser aus, als jemand, der 1,65 Meter misst. Auch hier gibt es allerdings modischen Schwankungen: Derzeit sind nicht allzu dicke Knoten üblich. Ein Krawattenknoten muss immer frisch gebunden sein und hat korrekt zu sitzen und nicht etwa - vor einem geöffneten obersten Hemdknopf - "auf Halbmast" zu hängen.
Für Herren, die viel Wert auf gute Formen legen, hat die Krawatte auch beim Essen dort zu bleiben wo sie ist. Dies braucht allerdings ein wenig Übung. Es ist jedoch eher unschön, die Krawatte – wie man jedoch trotzdem häufig beobachten kann – in das Hemd oder die Brusttasche zu stecken oder sie über die Schulter zu legen.

Achtung: Das Einstecktuch im gleichen Stoff wie die Krawatte zu tragen, zeugt heute nicht mehr von Stil!

Gürtel

Viele Männer tragen nicht nur zu Jeans, sondern auch zum Anzug, lieber einen Gürtel, als zu riskieren, dass die Hose verrutscht. Zu allen Anzügen – außer zum Frack – ist der Gürtel erlaubt, hat die Hose Gürtelschlaufen sogar ein Muss. Hierbei ist jedoch einiges zu beachten: Zur Jeans ist eine sportliche Gürtelschnalle erlaubt, zum Anzug muss diese jedoch dezent und elegant sein. Weiteres wichtiges Detail: Egal ob schwarz oder braun – Gürtel und Schuhe sollten in der gleichen Farbe und aus Leder sein. Zudem sollte der Gürtel eine angemessene Länge haben, so dass neben dem passenden Loch rechts und links immer noch ein wenig Spielraum ist.

Schmuck

Mit Gold, Silber oder anderen, dekorativen Materialien schmücken sich Frauen und Männer schon seit tausenden von Jahren. Auch heute wird Schmuck noch immer gern getragen und gern gesehen. Einige grundsätzliche Regeln sollten dabei aber beachtet werden: Der Schmuck sollte zu Ihrem Alter, zu Ihrem Typ und zur Gelegenheit passen sowie mit der Kleidung harmonieren. Der Mann von heute trägt in unseren Breitengraden deutlich weniger Schmuck als die Dame. Armbanduhr, Manschettenknöpfe und bis zu zwei Ringe sind allgemein üblich. Neben Ehering sind heute insbesondere, die früher dem Adel vorbehaltenen Siegelringe beliebt. Hier gilt: Manchmal ist weniger mehr!

 

Büro-Kleidung: Schuhwerk ist nicht nur Beiwerk

Schuhe

Schuhe genießen in Deutschland nicht die Aufmerksamkeit, die ihnen in Großbritannien, Italien und Amerika zukommt. Dabei sind Schuhe eines der wenigen Accessoires, mit denen Mann sich schmücken kann. Abgesehen davon dienen sie dem Wohlbefinden unserer Füße, was gerade im Business nicht unterschätzt werden sollte, haben wir doch häufig lange "Laufzeiten".
Der qualitativ hochwertige Herrenschuh für formelle Anlässe ist immer der rahmengenähte. Hierbei unterscheidet man zwischen einer offenen (über dem Vorderteil des Schuhs genähten Schnürung) und der geschlossenen Schnürung (unter das Vorderteil genäht). Da der klassische Lackschuh heute weitgehend ausgedient hat, ist der schwarze Schuh mit geschlossener Schnürung und ohne Verzierung, der sogenannte Oxford, der Schuh der Wahl. Gestanzte Lochmuster, von dezent bis auffällig, und verschiedene Farben eignen sich weniger für festliche Anlässe, passen sonst aber zu fast jedem Anzug und Business Outfit.
Da viele Menschen vom Zustand der Kleidung und damit auch von der Sauberkeit der Schuhe auf die Arbeitsweise des Trägers schließen, sind saubere und geputzte Schuhe im Job ein absolutes Muss. Für den Regenschauer zwischendurch bietet sich ein mit Schuhcreme getränkter Schwamm an (in jedem Drogeriemarkt zu finden). Abgelaufene Sohlen zeugen zwar von viel Lauf-Arbeit, jedoch nicht von Stil.
Welche Schuhfarbe passt zum Anzug? Ein schwarzer Schuh schmückt graue, blaue und schwarze Anzüge. Nur beim braunen Anzug sollte lieber ein dunkelbrauner Schuh getragen werden. Die Kombination braun-schwarz sollte in möglichst allen Variationen vermieden werden – auch wenn es manche Männer für modisch halten. Zudem gilt hier noch immer die Regel: "No brown after six." Bei jeglicher Abendgarderobe sind braune Schuhe und natürlich auch der braune Anzug ein absolutes No-Go.

Strümpfe

Die Frage der passenden Strümpfe ist besonders heikel. Hier gilt die Regel, dass sie unbedingt mit dem Schuh farblich abgestimmt sein sollten. Weiße Strümpfe in schwarzen Schuhen sehen nicht nur unelegant aus, sie lassen ihren Träger auch inkompetent wirken. Zudem gilt, ebenso wie für die Krawatten, jegliche Motive sind tabu. Strümpfe bestehen aus dunkler feiner Wolle, Baumwolle oder Seide. Zudem gilt: Zwischen Strumpf und Hosenbein will niemand eine stachelige Männerwade sehen – auch nicht beim überschlagen der Beine.

 

Haarige Angelegenheiten – die richtige Frisur im Büro

Schuhe

Auch wenn sie nicht zur Kleidung gehört, so ergänzt die Frisur doch das Outfit. Verschiedene Farben, Längen und Stile, von Löwenmähne bis Glatze, sind weitgehend etabliert und nur wenige Frisuren können unser Gegenüber heutzutage noch schockieren.
Die Tatsache allein, dass man nicht unangenehm auffällt, schließt aber nicht aus, dass man auffällt. In vielen kreativen Berufen mag das förderlich sein, in anderen Bereichen, besonders bei Kunden- und Gästekontakt, wirkt eine auffallende Frisur jedoch irritierend und häufig unangebracht. Überlegen Sie sich genau, wodurch Sie Ihrem Gegenüber im Gedächtnis bleiben möchten.
Eine gute Rasur ist in konservativen Kreisen ebenfalls ein absolutes Muss und sollte unter keinen Umständen vernachlässigt werden. Wenn Sie sich einen Bart wachsen lassen wollen, beginnen Sie das im Urlaub und halten ihn stets gepflegt. Wie MANN das am besten macht: "Tipps zur Nassrasur"

Ein Wort zum Schluss

Dass ein Mann gepflegt ins Büro geht, steht außer Frage. Ein weiteres wichtiges Detail muss heute jedoch noch beachtet werden: sichtbare Tattoos und Piercings sind auch im modernen 21. Jahrhundert in vielen Unternehmen noch immer verpönt. Wer sich aufgrund einer Liebelei oder einer Jugendsünde nicht den Aufstieg in der Firma verderben lassen will, sollte stets darauf achten die Körpermalerei gut zu verstecken – auch am Casual Friday!

 

10 Grundregeln – So sind Sie richtig gekleidet

Klassisch elegant
  • Lieber etwas konservativer als zu leger
Auf-gepasst
  • Das Sakko wird im Stehen stets geschlossen
Knopf-Weise
  • Der unterste Knopf von Sakko und Weste ist immer offen
Lange Arme
  • Das Business-Hemd ist immer – auch im Sommer – langärmelig
Perfektion
  • Der oberste Knopf bleibt unter der Krawatte geschlossen
Nicht zu auffällig
  • Krawatten haben dezente Muster und Farben
Weniger ist mehr
  • Mann trägt eher weniger Schmuck
Saubermann
  • Geputzte Schuhe sind ein Muss
Farbwahl
  • No brown after six – diese alte Faustregel gilt auch heute noch
Haar-genau
  • Eine ordentliche gepflegte Frisur sowie eine gute Rasur sind selbstverständlich